Rezension

Nachtigall • Thomas Pyczak

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Klappentext: „Nachtigall“ enthält elf Erzählungen von Menschen und Tieren zwischen Traum und Wirklichkeit. Eine Großwildjägerin auf dem Oktoberfest, gejagt von Feinden und Fans. Eine Frau und ihr kleiner Terrier, der unter keinen Umständen ein Schweizer Seehotel betreten darf. Ein Mann, der erst durch den Gesang einer Nachtigall erkennt, dass es unter der Oberfläche eines malerischen portugiesischen Dorfes lichterloh brennt. Ein Liebespaar, das während einer nächtlichen Schiffspassage nach Ibiza Bekanntschaft mit einer mysteriösen Katze macht. Ein Mann, der seine Traumfrau trifft und sie wegen eines Moskitos gleich wieder verliert. Freundschaft und Vertrauen, Angst und Fremdheit: In der Begegnung mit Tieren finden wir den Schlüssel zu uns selbst.

ISBN: Umfang: Genre: Erhältlich bei:
978-1521951293 229 Seiten Belletristik Amazon

Meine Meinung zum Buch

Die elf Geschichten in diesem Buch könnten unterschiedlicher nicht sein. Als Leser sollte man sich unbedingt ein bisschen Zeit nehmen, um jede Geschichte für sich wirken zu lassen. Ich empfand das Buch als spannend, mystisch, ab und an ein wenig verwirrend, aber nur auf den ersten Blick.

Ich denke, dass jeder in diesem Buch eine Lieblingsgeschichte finden wird. Beispielsweise ist die Kurzgeschichte über die Jägerin sehr provokant, wohingegen die Geschichte über Klabauterkatzen sehr mystisch ist. Deshalb fand ich es wichtig, nach jeder Geschichte eine kurze Pause zu machen, sie Revue passieren zu lassen und zu verstehen, was sie bei mir ausgelöst hat. Es gibt im Buch auch eine Geschichte die mich aufwühlt, ich aber merke, dass ich noch nicht so weit bin, um meine Gedanken dazu richtig zu formulieren.

Der Schreibstil ist durchweg flüssig und leicht verständlich. Während des Lesens habe ich gemerkt, wie viele Gedanken sich Thomas Pyczak um die einzelnen Protagonisten gemacht hat, trotz der Kürze der einzelnen Geschichten. Für mich ist das Buch eine erfrischende und willkommene Abwechslung, die auch dazu anregt, sich Gedanken über die eigenen Werte zu machen und ggf. auch über Vorurteile dessen man sich vielleicht bislang gar nicht bewusst war.

Kurzum: Nachtigall kann man in keine Schublade stecken, fernab von Mainstream-Belletristik und dennoch spannender als so mancher Roman :-)

Meine Bewertung

 
 

Copyright © 2017 by Rebecca Resch
 

Rebecca Humpert - Lektorat, Korrektorat und Blogger Relations aus Hamburg

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