Rezension

Tödliche Abgründe • Alex S. Judge

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Klappentext: Trotz des heftigen Widerstandes der Anwohner entsteht aus der Ruine einer abgebrannten Diskothek ein Nobel-Swinger-Club. Einige Monate später ist der Besitzer tot; gefesselt am Andreaskreuz des eigenen Clubs – in der Brust das Wort SÜNDER eingeritzt. Wem war der charismatische Clubbesitzer ein Dorn im Auge?
Die Ermittlungen führen den Würzburger Kommissar Peter Pfeiffer und sein Team zu Martin Weigand, dem Initiator der Bürgerinitiative gegen den Club. Aber Weigand erhält von seiner Frau Karin ein dubioses Alibi und die Kommissare tappen erneut im Dunkeln. Erst als sie feststellen, dass es sich bei dem letzten Gast in der Mordnacht um eine Domina handelte, geht die Suche in eine neue gefährliche Richtung. Denn ist die Domina wirklich das, was sie zu sein vorgibt?
Diese Welt wird sich verändern.

ISBN: Umfang: Genre: Erhältlich bei:
978-3741272813 360 Seiten Krimi Amazon

Meine Meinung zum Buch

Tödliche Abgründe – Ein Krimi der es in sich hat.
Mannoman … ich glaube, ich war lange nicht mehr so gefesselt von einem Krimi. Der Tatort ist ein Swingerclub, eine Intrige jagt die Nächste, doch auch die Ermittler haben ihr Päckchen zu tragen. Als Leser dieses Buchs darf man nicht zart besaitet sein, muss sich auf das Mileu einlassen können und sich freimachen von Klischees. Das ein oder andere Mal habe ich sogar heiße Ohren gekriegt und gehofft, dass mein Banknachbar in der Bahn nicht mitliest, was ich gerade lese ;-) Aber ehrlich gesagt wäre ich auch ein wenig enttäuscht gewesen, wenn Erotik bei solchen Schauplätzen gar keine Rolle gespielt hätte.

Die Geschichte war für mich stimmig, die verschiedensten Situationen gut in Szene gesetzt. Es gibt allerdings noch ein paar lose Enden von denen ich hoffe, dass sie vielleicht in einem Folgeband miteinander verknüpft werden. Die größte Wandlung macht in meinen Augen die Protagonistin Nina. Sie war von Anfang an mein Liebling und hat im Verlauf der Geschichte sowohl innerlich als auch äußerlich eine tolle Entwicklung durchlaufen. Der Hautprotagonist Peter Pfeiffer ist ein ordentlicher Brummbär, aber eigentlich ein netter Typ mit dem man Pferde stehlen kann. Offiziell ist er übrigens gar nicht an Beziehungen interessiert, redet er sich zumindest ein. ;-)

Der Schreibstil von Alex S. Judge hat mir wirklich sehr gefallen. Flüssig und leicht, viele Wendungen und den Täter habe ich nicht auf Anhieb erkannt. Gut zu wissen ist vielleicht, dass es in diesem Buch viele Personen gibt. Der Fall ist so verzwickt, dass ich persönlich das super finde. Ich weiß aber auch, dass nicht jeder damit zurechtkommt.

Der Krimi ist für mich ein Jahreshighlight aus dem Genre, mal etwas Anderes und spannend bis zum Schluss!

Meine Bewertung

 
 

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Rebecca Humpert - Lektorat, Korrektorat und Blogger Relations aus Hamburg

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1 Kommentar

  1. geschrieben von Tom, am antworten

    Tolle Rezension. Klingt super spannend :)